Eisstock/Boccia

VON ABTEILUNGSLEITERN - BAHNMEISTERN U. EISSCHüTZEN.


Es ist schon ein rechtes Kreuz mit obigen Exemplaren, sowohl untereinander wie auch im Umgang mit gänzlich Unbeteiligten, ist diese Spezies mit besonderer Vorsicht zu genießen.
Beginnen tut ja alles schon in der Vorsaison-, sprich "Sommer" des jeweiligen bzw. vorherigen Jahres.
Wie nun mal in unseren Breitengraden üblich, ist auch in den Monaten Juni bis August durchaus einmal etwas feuchtes u. kühles Wetter angesagt was wiederum den "normal sterblichen Zeitgenossen" schon etwas verdrießen kann, passt dies doch so gar nicht in seine Vorstellung von Sommer - Sonne - Biergarten - Bikini usw.
"Sauwetter damisches" schimpft der Frierende, und bedenkt nicht, dass er mit seiner Meinung vielleicht bei dem einen oder anderen Sportsfreund anecken könnte! Ja-, ganz richtig gelesen-, so kann es dem sommerfrostgeplagten ganz schnell passieren, dass er mit dem Ausspruch
" I Woas ned wos es oiwei habt`s, um so äha kimma zum Eisbo aufgias`n ofanga"
zum Schweigen gebracht wird.
Was sollte dem so gescholtenen darauf noch an geistreichen Erwiderungen einfallen. Im günstigsten Fall wird ihm Gelegenheit gegeben, noch ein demütig - zustimmendes Kopfnicken zustande bringen-, um den Aufgebrachten, seines Zeichens einer der "Eismeister beim FSC" wieder versöhnlich zu stimmen.
Etwas indisponiert wendet sich der reuige Sünder ab, um in stiller Einkehr und Beschaulichkeit, Buße zu tun für seine dreiste Bemerkung über das "Sauwetter das damische", um gleich darauf hinterrücks mit den Worten aufgeschreckt zu werden -"Ja dees deafst scho glaub`n, do hob i scho mei Kraids bis i wida alle Schütz`n bei anand hob - wen`s so weid is, es glabt`s es blos oiwei need!"
Dermaßen bloß gestellt ob seiner eigenen unverzeihlichen Unkenntnis, sowohl im Bereich-, Eisbahnbau und Gestaltung-, wie auch was die Koordination u. Planung der Eisschiaßad`s u. Eisschütz`n betrifft, bringt der bemitleidenswerte Zeitgenosse diesmal nicht einmal mehr ein zustimmendes Kopfnicken zustande, er verkrümelt sich lieber und hadert mit sich und der Welt, zweck`s seiner eigenen Unwissenheit und Inkompetenz, was natürlich Insidern wie unserem "Abteilungsleiter Winterspiele" nur ein mitleidiges Lächeln entlocken kann, ob soviel Unwissenheit mancher Zeitgenossen!
Zur Zeit haben wir Winter-, und eine Eisbahn haben wir auch-, auch geschossen haben wir schon-, und geschneidert sind wir auch schon worden-, (obwohl dies lt. Aussage eines unserer Schützen nicht`s ehrenrühriges ist) denn -
"I woas ned wos es euwei habt`s - d´ Schneida sand a Laid - oda ?"
auch haben wir beim zweiten Match in der Grünau nicht sehr gut ausgesehen-, wenngleich es sich dabei eher um eine Wasserschlacht - den um ein Eisschiaßád`s gehandelt hat und auch die sogenannten "100 prozentigen Stockschützen" teilweise 100 Prozent gefehlt haben.
"do schaug her her - gibt`s des a"?
Ist doch alles menschlich und Hauptsache eine Gaudi macht´s, sowohl im Sommer davon zu träumen-, als auch im Winter mit dabei zu sein - oda stimmt`s vielleicht ned ?!
Euer
Herbert






Die Boccerianer des FSC-Hart


Wenn im April die Tage länger, die Temperaturen erträglicher und demzufolgedieLebensgeister auch des hartnäckigsten Winterschläfers erwachen, findet sich auf unserem FSC - Sportplatz ein illusteres Völkchen ein, um dem Freizeitvergnügen des BOCCIA Spiels zu frönen.Jeden Mittwoch und Freitag so um ½ 15 Uhr ist Treffpunkt - die ganz pünktlichen sind schon eine halbe Stunde früher zur Stelle-, um nur ja den ersten Durchgang nicht zu versäumen-, und nach dem Aufbau der benötigten Utensilien u. diversen Gerätschaften - wenn schon-, dann aber
auch mit Stil ist unsere Devise-, sind dann auch die Nachzügler, oder einfach die noch arbeitende Minderheit eingetroffen, so steht dem ersten Spielchen nichts mehr im Wege außer-, es kommt auch der Schorsch-, welcher den Spielbeginn meist noch um einige Minuten verzögert, weil er sich erst noch seine zwei Halbe - die erste und die letzte - aufkochen muss damit ihn nicht das Zipperlein plage-, von einem all zu eisigen Getränk.
Über eine Errungenschaft soll vorab auch noch berichtet werden, nämlich unseren neuen Punktezähl-Computer welcher eine sensationelle Bereicherung des Spielbetriebes darstellt. Funktioniert er doch ganz ohne jeglichen Energiebedarf, ist leicht, handlich, und demzufolge einfach zu transportieren, und die Bedienung denkbar unkompliziert (nur Kügelchen auf Stängelchen) muss Mann od. Frau verschieben und am Ende zusammen zählen. außerdem ist er auch schön bunt - wirklich!
Sind dann die Karten gemischt-, es gibt rote und grüne-, und es haben sich die beiden Mannschaften zusammengefunden geht`s auch schon richtig zur Sache.

Grün hat den ersten Wurf-, das ist die meiste Zeit der J.L. Senior, weil er da ganz gewiss schon einmal hat, und das nimmt ihm meistens auch nicht gleich der erste Nachwerfer wieder ab da er sich auf das "Massen" recht gut versteht. Ist der J.R. bei der gegnerischen Fakultät so wirft der gleich nach um zu zeigen dass er das leicht abtut-, aber so leicht ist das nicht und wie gesagt wenn einer recht nah an die Taub`n anwirft, gehen beim Gegner schon mal ein paar Kugeln drauf bis einer näher herankommt. Selbstverständlich kann Mann od. Frau auch versuchen die gegnerische Kugel mit einem scharfen Wurf aus ihrer Position zu katapultieren-
der F.P. und der G.M. sind da die Spezialisten - jedoch bedarf es dazu schon einiger Übung und auch bei den Spezialisten klappt so ein Wurf nicht jedes Mal-, Gott sei Dank!

Überhaupt ist dieses Spiel (für alle NICHT BOCCERIANER) kein so leichtes Unterfangen wie es vielleicht bei dem Unbedarften Zuseher den Eindruck erweckt. Viel Geduld und Übung, Nervenstärke-, sowie natürlich das berühmt berüchtigte "Quäntchen Glück" gehören schon dazu um eine Boccia-Kugel so genau als möglich zu positionieren. Aber es macht auch richtig schön Spaß wenn es einem gelingt, eine schier unlösbar gute Position der Gegnerischen Kugeln durch einen gezielten Wurf-, doch noch zu seiner eigenen Mannschaft Gunsten entscheiden zu können-, und ein bisschen Stolz macht es auch!

Natürlich sind in jedem Team, für bestimmte Spiel Situationen die jeweiligen Spezialisten oder -innen-, welche eben dann ihr Können zeigen, was nach erfolgreichem Abschluss auch mit dem verdienten Beifall-, manchmal auch heimlichem Zähneknirschen-, bedacht wird.

Der Team Leader unserer Truppe ist übrigens der Ossi Kollinger, und nachdem er letzten Freitag beim Spiel einen rechten Dusel gehabt hat-, meine Meinung - er nannte es "Können", hat er auch gelobt-, künftig öfter aktiv am Spielgeschehen teil zu nehmen, und dafür nicht mehr so lange und so viel zu arbeiten - der arme Kerl, wirklich-, hab`s mit eigenen Ohren gehört und hiermit festgeschrieben.
Sollte nun jemand der Meinung sein, es würde auf die Dauer einiger Stunden bestimmt langweilig, immer nur größere Kugeln in die Nähe einer kleineren Kugel zu werfen, dem sei an dieser Stelle versichert dass dies absolut nicht der Fall ist.

Da geht's schon los beim andeuten für den richtigen Wurf oder beim beratschlagen darüber was nun eigentlich der richtige Wurf sei-, die Meinungen gehen dabei oft weit aus einander und wenn dann der Wurf getan ist-, meistens noch viel weiter.

Oder beim vermessen oder abschätzen welche Kugel nun wirklich die nähere ist-, dafür gibt es bei uns ein "Experten - Team". Die können sage und schreibe auf fünf bis zehn Millimeter Genauigkeit die Distanz abschätzen-, und das noch dazu aus sechs bis zehn Metern Entfernung- ja wirklich! Dementsprechend munter ist die Stimmung auf dem Wurffeld auch und es wird nicht wenig im Vorfeld ausdiskutiert und im Nachhinein mit dem Meterstab - bestätigt-, oder auch nicht!
Alles jedoch in freundschaftlicher Art und Weise und mit erkennbarer Freude an Spiel und Geselligkeit-, und so soll es ja auch sein.

So gegen ½ 18 Uhr wird dann meist die letzte Runde eingeläutet nachdem der H.W. so gegen ½ 17 Uhr auch noch dazugekommen ist, aber erst ab 17 Uhr mitspielen konnte-, weil er erst noch zwei Handwürste und eine Riesen Brezeln verdrücken musste, um nicht zur Gänze vom Fleisch zu fallen, oder sonst was fürchterliches-, und im Anschluss hat der Arme ja auch gar keine Zeit mehr zur Brotzeit-, weil da der F.P. und der P.M. und der G.M. schon immer drängeln weil ja unbedingt noch ein Watterer zusammen gehen muss, weil`s ja sonst keine richtige Boccia-Time ist!

Aber noch ist es nicht so weit-, die letzte Runde ist eingeläutet - seit einiger Zeit ist auch der W.S. mit dabei-, der kommt meist etwas später, weil er sich so schwer tut beim Verabschieden aus dem "Komunikations Zentrum", oder weil er mit der Ihm aufgetragenen Hausarbeit immer nicht rechtzeitig fertig wird.

Auch die Juli u. die Franzi treiben schon ein bisschen aufs Ende zu - vielbeschäftigte Hausfrauen die sie sind-, und wissend das mit einer großartigen Haushaltshilfe von Seiten ihrer Gatten - dem R.S. und dem F.P. - am heutigen Tag wohl nicht mehr zu rechnen ist, weil nämlich ihre zwei "besten Stücke" absolut keine Zeit mehr haben, der eine muss Watten - und der andere-, mag ohne ihn auch nicht heim - so san`s nun mal!



Der letzte Wurf für heute ist getan, die letzte-, oder vorletzte Halbe geleert und ein schöner BOCCIA - Nachmittag geht seinem Ende zu, noch viel schöner aber ist - dass mit dieser Möglichkeit der Freizeitgestaltung beim FSC - Hart, ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gelungen ist, nämlich möglichst vielen Freuden u. Mitgliedern unseres Vereins ein sinnvolles Freizeitangebot anzubieten und damit Kameradschaft u. Geselligkeit-, sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Vereinsverbundenheit zu erhalten und zu fördern.

Bis zum nächsten Mal
Euer
Herbert


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